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Tableteinsatz ab Jahrgang 11

Nach einer erfolgreichen Projektphase im Schuljahr 2020/21 , in der eine 11. Klasse  als sogenannte „Tabletklasse“ unterrichtet wurde, haben die Schulgremien entschieden, die Nutzung von Tablets im Unterricht ab der 11. Klasse vom Schuljahr 2021/22  an in den Regelbetrieb zu übernehmen. Alle Schülerinnen und Schüler des Ratsgymnasiums nutzen also am Ratsgymnasium ab der 11. Klasse ein Tablet im Unterricht.  Um den Schülerinnen und Schülern, die eine Wechsel von einer anderen Schule in unsere 11. Klasse überlegen, aber natürlich auch unseren Schülerinnen und Schülern der jüngeren Klassen vorab Informationen zur Verfügung zu stellen, haben wir hier einen Bereich mit FAQs, also „häufig gestellten Fragen“, verfasst, der unser Vorgehen etwas mehr verdeutlich soll. Weiter unten findet man auch einige Filme, die zwar zu anderen Anlässen entstanden sind, die aber die Arbeit mit Tablets am Ratsgymnasium etwas zeigen. Gerne stehen wir für weitere Fragen per Mail zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen,

Francis Marx, Koordinator für den Bereich Digitalisierung, francis.marx@ratsgympeine.de

und

Christoph Terhorst, Projektleiter Tableteinführung, christoph.terhorst@ratsgympeine,de


FAQ – Häufig gestellte Fragen

Der Einsatz von Tablets im Jahrgang 11 basiert auf einer Abstimmung im Schulvorstand, in dem Eltern, Schüler, Lehrer und die Schulleitung vertreten sind. Grundlage der Entscheidung war eine positiv bewertete Evaluation bei Schülern und Lehrern zur Einführung von Tablets in einer 11. Klasse im Schuljahr 2020/21 sowie einem Meinungsbild im Lehrerkollegium was eine Zustimmungsrate von fast 80% ergab. Rechtlich basiert der Einsatz von Tablets auf den Vorgaben des Niedersächsischen Bildungsministerium, u.a. auch den Landeskonzepten „Medienkompetenz in Niedersachen“.

Ja, wir haben ein Konzept. Seit Dezember 2019 tagt in regelmäßigen Abständen eine Arbeitsgruppe mit dem Namen „Takora“ (Tabletkonzept am Ratsgymnasium). Die Arbeitsgruppe hat ein Tabletkonzept (bitte klicken zum Download) erstellt, was Teil des Gesamtmedienkonzeptes ist. Dieses Konzept steuerte die Einführung in unserer Projektklasse im Schuljahr 2020/21 und wird in den kommenden Monaten auf Basis der Evaluationsergebnisse angepasst werden an die allgemeine Einführung von Tablets im Regelbetrieb. Auch Eltern und Schüler sind herzlich zur Mitarbeit eingeladen und können sich gerne melden.

Seit 2012 beschäftigt sich das Ratsgymnasium mit der Idee, Mobiles digitales Lernen in den Schulalltag zu integrieren. Das Ratsgymnasium war Teil eines auf zwei Jahren angelegten landesweiten Modellversuches zum Einsatz von Tablets. Die in diesem schon im Vorhinein zeitlich begrenzten Versuch gesammelten Erfahrungen waren extrem wertvoll, um gezielt Verbesserungen in der technischen und personellen Infrastruktur auf den Weg zu bringen.

Seit Dezember 2019 bereiten wir uns intensiv auf die reguläre Einführung von Tablets am Ratsgymnasium vor. Neben mehreren schulinternen Lehrerfortbildungen für alle Lehrerinnen und Lehrer am Ratsgymnasium wurden drei Arbeitsgruppen gegründet, die sich zum Ziel gesteckt haben, das digitale Lernen am Ratsgymnasium voranzubringen. Die Ergebnisse der Arbeitsgruppe „Iserv“ haben im August 2020 zur Einführung unserer neuen digitalen Schulplattform geführt. Eine Arbeitsgruppe „Lehren mit Tablets“ testet fortlaufend neue Möglichkeiten des Tableteinsatzes in Lehrerhand und multipliziert die Ergbnisse im Kollegium. Die Arbeitsgruppe „Takora“ (Tablektkonzept am Ratse) betreute die erfolgreiche Einführung von Tablets in einer Pilotklasse im Schuljahr 2020/21. Die Evaluation (bitte anklicken für Download) bestätigte den gewählten Weg. Die Lehrer, die in der Pilotklasse Erfahrungen mit dem Tableteinsatz gesammelt haben, werden im kommenden Schuljahr nach Möglichkeit als Klassen- oder Hauptfachlehrer auf den neuen Jahrgang verteilt werden, sodass es in jedem Lehrerteam des kommenden 11. Jahrgangs Lehrer mit Erfahrungen aus dem letzten Schuljahr geben wird, die als Multiplikator für neu hinzugekommenen Lehrer zur Verfügung stehen.

„Bring your own device“ bedeutet vor allem, dass Schüler und Eltern im Rahmen von technischen Vorgaben freigestellt ist, welches Gerät sie erwerben wollen (→ Sehen Sie dazu unseren Fragebereich „Welche Tablets sollen angeschafft werden?“). Es bedeutet damit auch, dass Anschaffung und Wartung der Geräte in der Hand von Schülern und Eltern liegen. Gleichzeitig lassen wir aber die SchülerInnen bei Problemen nicht alleine. Es existieren Hilfsstrukturen mit festen Ansprechpartnern bei technischen Fragen.
  • BYOD ermöglicht es, bereits in der Familie vorhanden Geräte zu nutzen, bzw. je nach finanziellen Möglichkeiten adäquate Geräte anzuschaffen.
  • Eine freie Gerätewahl spiegelt die Flexibilisierung für verschiedene Systeme in der beruflichen Zukunft.
  • Methodisch-didaktisch sehen wir eine Stärkung der Kompetenzen im Bereich der technischen Eigeninitiative und digitalen Selbstständigkeit.
  • Wir begeben uns nicht in Abhängigkeiten zu einem Monopolanbieter.

          

Wir geben nicht eine spezielle Marke oder gar ein bestimmtes Gerät zur Anschaffung vor. (→ Siehe die Frage: „Was ist BYOD?“) Die Geräte sollten aber, um damit im Unterricht arbeiten zu können, bestimmte Mindestanforderungen erfüllen. Die Vorgaben sind so gewählt, dass auch ältere Geräte der letzten Generation sie unter Umständen erfüllen. Dazu gehören vor allem:
  • Betriebssystem IOS (IpadOS), Android ab Version 8 oder Windows 10/11 (Sehen Sie dazu auch die in der Tabletevaluation 2020/21 zu findenden Schülerempfehlungen)                           
  • Displaygröße 10-13 Zoll
  • Das Tablet muss einen aktiven Pen (digitaler Stift) haben, das Display des Tablets muss eine Handballenerkennung haben. 
  • min. 1x Kamera (rückseitig) 
  • miracast–  bzw. airplayfähig
  • Schutzhülle / Case mit Kantenschutz

Die vollständigen technischen Vorgaben, eine Abwägung für und wider die verschiedenen Betriebssysteme und eine Liste der gängigsten Geräte finden Sie hier: Mindestanforderungen (bitte anklicken zum Download)

Nach allgemeiner Abwägung aller umfassenden Möglichkeiten erscheint der 11. Jahrgang ein adäquater Beginn für die Inkludierung von Tablets im fachspezifischen Unterricht zu sein. Exemplarisch sprechen die folgenden Punkte für eine konkrete Umsetzung:

  • Die SuS haben mit dem Eintritt in die gymnasiale Oberstufe eine hinreichend breite Erfahrungsbasis erlangt, die für eine sachgemäße Nutzung von Tablets im Unterricht tragfähig ist.
  • Der 11. Jahrgang lässt eine Reife erwarten, die den Umgang mit technischen Geräten vereinfacht und  erwarten lässt, dass die SuS in der Lage sind sich mit den Anforderungen eines mediengestützten Unterrichts auseinanderzusetzen und diesen erfolgreich zu begleiten und zu gestalten.
  • Die Profilklasse Musik endet mit Abschluss der 10. Klasse.
  • Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass im 11. Jahrgang viele SuS von anderen Schulformen neu ans Ratsgymnasium kommen und integriert werden müssen. Gleichzeitig verlassen auch SuS unsere Schule.
Es sprechen viele Gründe für eine jahrgangsweite Einführung von Tablets. Die wichtigsten wollen wir kurz darstellen:
  • Bildungsgerechtigkeit: In einzelnen Tabletklassen würden insbesondere die technik- und/oder medienaffinen SchülerInnen sitzen, alle anderen würden weiter benachteiligt. Wir möchten vermeiden, dass es gut ausgestattete Klassen versus andere Klassen gibt und damit auch eine soziale Diskrepanz, die Folgen für die Vorbereitung auf das Abitur hat, denn spätestens in Jahrgang 12 mischen sich die Kurse und SchülerInnen mit Tablets hätten Vorteile. Digitale Bildung ist für alle SchülerInnen wichtig!
  • Organisationshemmnisse: Es hat sich im ersten Jahrgang gezeigt, dass durch nichteinheitliches Vorgehen organisatorische Probleme entstehen. Insbesondere bei klassenübergreifenden Kursen (2. Fremdsprachen, Kunst und Religion) ist eine einheitliche Ausstattung wichtig. 
  • Didaktik/Methodik: Es ergibt sich eine stärkere Einbindung einer Vielzahl von Lehrkräften, die besser in Jahrgangsteams zusammenarbeiten können.
  • Auch aus pädagogischer Sicht ist eine jahrgangsweise Durchführung des Tabletprojekts sinnvoll. Es entstehen keine großen Differenzen zwischen SchülernInnen bezüglich der Medienkompetenz.
  • Vereinheitlichung der Schullandschaft: Das Bildunsgministerium Niedersachsen verlangte mit dem „Masterplan mobiles Lernen“ die Schaffung von Strukturen für die Einführung von elternfinanzierten mobilen Endgeräten an allen niedersächsischen weiterführenden Schulen bis 2020. Alle weiterführenden Peiner Schulen sind dem nachgekommen und haben wie auch wir angefangen Strukturen zu schaffen und Tabletklassen auf den Weg zu bringen. Ein Nichtausbau unseres eingeschlagenen Weges würde hier ein Zurückbleiben hinter den Bestrebungen des Landkreises und der anderen Schulen bedeuten und Nachteile unserer Schüler gegenüber den Schülern anderer Peiner Schulen bringen.

Studienergebnisse zum Tableteinsatz sind inzwischen vielfältig und kommen je nach Ansatz und Fragestellungen zu unterschiedlichen Ergebnissen. Während viele Studien hervorheben, dass Tablets zu einem kooperativeren und problemorientierteren Unterricht führen, für den zukünftigen Lebensalltag wichtige Kompetenzen lehren und einen differenzierteren und individuelleren Unterricht ermöglichen, ergeben andere Studien, dass der Tabletunterricht stark auf das Kurzzeitgedächtnis ausgerichtet ist.

Wir sind uns dieser Studienergebnisse bewusst. Für uns ist deswegen das Tablet nicht Mittelpunkt des Unterrichts sondern ein Werkzeug für den Unterricht. Das Tablet ergänzt wo es Sinn macht, soll aber nicht ersetzen. Lern- und Aneignungsprozesse haben sich im letzten Jahrzehnt extrem verändert und werden es verstärkt weiterhin machen. Experten reden von einer neuen Medienrevolution vergleichbar mit dem Buchdruck.  Auf diese Zukunft wollen wir unsere SchülerInnen vorbereiten, indem wir diesen Weg gestalten und ihn nicht einfach geschehen lassen. Wir wollen Lernwege und Lernanlässe vielfältig aufbauen und sie dem Alltagsempfinden unserer SchülerInnen anpassen, ohne uns einer unreflektierten Mediennutzung zu ergeben.

Die Einsatzmöglichkeiten von Tablets sind heutzutage sehr vielfältig und erweitern sich kontinuierlich. Im Unterricht werden sie nicht nur zur Verwendung von digitalen Schulbüchern oder zur digitalen Mappenführung eingesetzt, sondern eignen sich hervorragend zur Recherche und Präsentation von Inhalten, zum Austausch von Arbeitsmaterial, zum kollaborativen Arbeiten oder als Hilfsmittel zur Erkenntnisgewinnung. Hierbei unterscheiden sich die Anwendungsbereiche von Fach zu Fach. Grundsätzlich wird das Tablet zum ständigen Begleiter im Unterrichtsalltag der Lehrenden und Lernenden werden. Die im Jahrgang eingesetzten LehrerInnen bilden sich kontinuierlich fort und ermöglichen dadurch einen gewinnbringenden Tabletunterricht. Die technische Ausstattung der Unterrichtsräume ermöglicht es allen SchülerInnen, ihre Tablets unkompliziert mit der interaktiven digitalen Tafel zu verbinden und so eigene Arbeitsergebnisse zu präsentieren und teilen.

Die freie Nutzung von digitalen Geräten im Unterricht ist allen Schülern ab Klasse 12 erlaubt und wird mehr und mehr auch zum Bestandteil der Vorbereitung auf das Abitur. Schon jetzt ist es so, dass viele SchülerInnen im Unterricht ein Tablet nutzen. Das Tablet dient hier vor allem zur Kommunikation (Iserv), Organisation (Termine, Stundenplan, Vertretungsplan, Raumplan über Iserv), Recherche (Internet) und Dokumentation (Notetaking-App und Iserv-Cloud). Viele LehrerInnen stellen schon jetzt ihr sowieso mit Office-Programmen digital angefertigtes Material auch digital zur Verfügung.

Wir sehen es als wesentlichen Vorteil des „Bring you own Device“-Konzeptes, dass das Tablet ganz der Schülerin / dem Schüler gehört. Die Schule hat keinen Zugriff auf das Gerät und die darauf befindlichen privaten Daten, sodass alle Nutzungsmöglichkeiten auch privat und ohne Überwachung zur Verfügung stehen. Diese Freiheiten setzen im Umkehrschluss aber eigenverantwortliches Handeln und eine gewisse Begleitung durch Elternseite voraus, denn damit liegt die volle Verantwortung in den Händen der SchülerInnen und deren Erziehungsbrechtigten. Auch während der Nutzung im Schulgebäude besteht keine Zugriffsmöglichkeit von Schulseite auf die Daten der Geräte. Hier befinden sich die Tablets allerdings in einem abgesicherten Netzwerk mit Filterfunktion.
Datenschutz und Datensparsamkeit sind für uns ein wichtiges Gut. Durch unsere DSGVO-konforme Schulplattform IServ sowie die auf unseren eigenen Servern liegenden Daten und dem durch uns verwalteten und gesicherten WLan schaffen wir ein hohes Maß an Datensicherheit. Wann immer möglich, setzen wir auf Open-Source-Software und Cloud-Lösungen mit Serversystemen in der Europäischen Union. Die Praxis des Mediums „Tablet“ verlangt allerdings in bestimmten Teilbereichen Kompromisse zwischen Datenschutz und Nutzbarkeit. Dies gilt neben den nötigen Anmeldungen an den eigenen Tablets (je nach System Apple-ID, Microsoft-Account oder Google-Konto) auch für die Nutzung einiger Apps auf den Geräten. Deswegen werden wir uns dafür von Ihnen eine Erlaubnis zur Nutzung solcher Apps im Unterricht im Rahmen eines Nutzungs-Vertrags einholen. Wir verlangen keine wahrheitsgemäßen Angaben und keine Klarnamen bei der Einrichtung des Tablets und der Apps. 

Es ist unser erklärtes Ziel, dass ein moderner Unterricht keine Frage des elterlichen Einkommens sein darf. Dank der Unterstützung unseres Schulträgers werden uns Leihgeräte zur Verfügung stehen, die wir an unsere SchülerInnen verleihen werden. Hierfür muss allerdings ein Nachweis der Bedürftigkeit durch entsprechende amtliche Belege vorliegen.

Damit Leistungsüberprüfungen (Klassenarbeiten und Lernzielkontrollen) einen individuellen Lernstand abfragen können, muss gewährleistet sein, dass die Tablets nicht missbraucht werden. Da wir dies nicht mit 100%er Sicherheit ausschließen können, halten wir es zum jetzigen Zeitpunkt für unumgänglich, dass die Leistungsüberprüfungen auf gewohntem Wege auf Papier erfolgen und somit nicht auf die Verwendung von Tablets zurückgegriffen wird. Sobald die Vorgaben des Landes Niedersachsen hier Rechtssicherheit geben, kann über andere Modelle nachgedacht werden.

Digitale Versionen der Lehrwerke stellen einen erheblichen Vorteil von Tablets dar. Jederzeit können die SchülerInnen auf alle ihre Bücher zugreifen, innerhalb der Seiten die Zoomfunktion, Ausschneidefunktion und Verlinkungen zu anderen Seiten (Differenzierungsaufgaben, Tipps, Grammatik, Vokabular, Methodik) nutzen, um noch effektiver mit den Schulbüchern zu arbeiten. Zudem reduziert sich das Gewicht der Schultasche erheblich, da keine schweren Bücher und Ordner mehr getragen werden müssen. Die wichtigsten Schulbuchverlage bieten ihre aktuellen Lehrwerke digital an. Alle an der Schule ausleihbaren Bücher für den 11. Jahrgang können neben der Printversion auch als eBook geliehen werden. In manchen Fächern ist prinzipiell keine Ausleihe durch die Schule möglich, da die jeweiligen Fachkonferenzen den Erwerb des Buches beschlossen haben. Diese Bücher sind jedoch auch als ebook erhältlich. Eine Bestelliste mit den möglichen Ausleihpaketen wird im Rahmen  der normalen Buchausleihe am Ende des Schuljahres zugesendet. Das Ratsgymnasium ist bei den Ebooks abhängig von den digitalen Angeboten der Verlage. Auch wenn hier im letzten Jahr insgesamt gute Erfahrungen gemacht wurden, kann es zu Unwägbarkeiten kommen, die im Moment noch nicht planbar sind.

 Ja, die Hefter aus Papier werden durch digitale Mappen ersetzt. Dabei arbeiten die SchülerInnen mithilfe eines digitalen Pens um das handschriftliche Schreiben weiterhin anzuwenden. Digitale Produkte und Arbeitsblätter sollen jederzeit ausdruckbar gestaltet sein. Besondere Formen der Heftführung, wie z.B. das Vokabelheft in der Fremdsprache, können in Absprache mit der Lehrkraft durch ein digitales Karteikästchen mit Abfragefunktion oder ein digitales Vokabelheft ersetzt werden. Zur Einführung in die digitale Mappenführung arbeiten alle SchülerInnen zunächst verbindlich mit der App OneNoteda sich diese auf allen Tablets (IPad, Android, Surface) installieren lässt und und eine klar strukturierte und übersichtliche Mappenführung in allen Fächern erlaubt. Wenn der Wunsch besteht, dürfen die SchülerInnen später auch andere Apps zur digitalen Mappenführung nutzen.

Das handschriftliche Schreiben ist eine wichtige Kulturtechnik und wird es bleiben. Wie im „wirklichen Leben“ werden sich zukünftig aber das maschinen- und das handschriftliche Schreiben ergänzen – übrigens auch nach individuellen Präferenzen. Auch in den Tabletklassen soll der Stift und mit ihm die Handschrift weiterhin im Mittelpunkt stehen. Deswegen sind uns Geräte mit einem „Pencil“ und einer Handballenerkennung so wichtig, die handschriftliche Mitschriften und Hausaufgaben auch weiterhin in den Mittelpunkt stellen.

Ja. Das neue Schuljahr wird mit Einführungstagen beginnen, in denen wir ausführlich die benötigten Apps und ihre Handhabung sowie den Gebrauch des Tablets im Unterricht (z.B. Spiegeln des Bildschirms) üben werden. Die Erfahrungen im Pilotprojekt zeigen zudem, dass die SchülerInnen sich gut gegenseitig helfen können. Bei später auftretenden technischen Fragen stehen die Klassenlehrkräfte und Ansprechpartner der Schule zur Verfügung. 

Das Tablet ersetzt nicht den Taschenrechner, sondern ergänzt ihn. Grundsätzlich können Schulen das Abitur in Mathematik mit zwei Varianten von Hilfsmitteln durchführen: GTR (Grafikfähige Taschenrechner) und CAS  (Computer Algebra System). Das Ratsgymnasium hat sich für Prüfungen im Rahmen des GTR-Systems entschieden. Darauf sind auch die zentralen Abituraufgaben ausgelegt. Im Unterricht ergänzen die  CAS-Funktionen des Tablets die GTR-Funktionen des Taschenrechners. In zentralen Prüfungen ist dies nicht erlaubt. Dort ist lediglich das GTR-System einsetzbar. Das Tablet erweitert also zukünftig den rechtlich und technisch sicheren Einsatz des GTR-Taschenrechners in Prüfungen um die Möglichkeiten des CAS-Einsatzes im Unterricht.

Der Einsatz von Tablets im Unterricht eröffnet eine Nutzung vielzähliger Apps und Internetressourcen, die für unterrichtliche Zwecke geeignet sind. Einen Überblick geeigneter Apps für den unterrichtlichen Alltag findet sie in unserem Apps-Kanon. (bitte klicken zur Ansicht) Kosten und Datenschutz spielen bei der Auswahl eine wichtige Rolle.  Wenn immer möglich greifen wir auf kostenfreie Apps zurück. Im Einzelfall können aber niedrige Zusatzkosten entstehen. Die jeweiligen Preisangaben sind hierbei transparent im jeweiligen App-Distributionsprogramm nachvollziehbar. Der Apps-Kanon unterliegt einer ständigen Anpassung an die aktuellen Möglichkeiten.

Ja, kann man. Im Rahmen des BYOD-Prinzips sind die Käufer, sprich die SchülerInnen und deren Erziehungsberechtigte die Eigentümer der Geräte. Insofern werden Apps selbst installiert und unterliegen keiner Kontrolle seitens der Schule. Die SchülerInnen sorgen auch selbst für eine regelmäßige Aktualisierung der Apps und die Gewährleistung der Einsatzfähigkeit der Tablets. Bei Fragen und Schwierigkeiten stehen die Lehrkräfte jederzeit zur Verfügung. Die Tablets werden, wie alle anderen Schulsachen, auf normalem Wege mit nach Hause genommen und dabei so behandelt, dass eine langfristige und nachhaltige Nutzung grundsätzlich möglich ist. Aufgrund der individuellen Nutzung erfolgt die Entsprechung von Inhalten und Spielen der freiwilligen Selbstkontrolle. Eine einfache Möglichkeit zu dieser Überprüfung findet sich in den jeweiligen App-Distributionsprogrammen. Mitunter findet eine Thematisierung auch in der Besprechung der Nutzungsvereinbarung statt.

Generell sollten die SchülerInnen mit vollständig geladenem Tablet zur Schule kommen. Es ist jedoch auch kein Problem sie mal in der Schule aufzuladen, wofür genügend Steckdosen und Vielfachstecker vorhanden sind. Zudem wird die Schule mehrere ausleihbare Powerbanks anschaffen, die ebenso von SuS genutzt werden können. Die Anschaffung einer eigenen Powerbank für den Notfall ist aber sicherlich auch von Vorteil. Die Erfahrungen der Tabletklasse zeigten bisher, dass die SchülerInnen zumeist sehr sorgfältig darauf geachtet haben, mit vollständig geladenen Tablets in den Unterricht zu kommen.

Wir betrachten Tablets in erster Linie als ein Hilfsmedium im Kompetenzerwerb, die ähnlich wie ein Zirkel, Textmarker oder Duden nur dann zum Einsatz kommen, wenn sie für die Unterrichtsplanung gewinnbringend sind. Durch die Nutzung als Schulbuch und zur digitalen Mappenführung sind die Tablets fast immer im EinsatzDennoch werden die SchülerInnen weiterhin z.B. naturwissenschaftliche Experimente durchführen oder im Kunstunterricht praktisch arbeiten.

Die Tablets sollten durch einfache Schutzmaßnahmen vor Beschädigungen im Schulalltag, Zuhause oder unterwegs geschützt werden. Dazu empfehlen wir folgendes Zubehör:
  • Displayschutzfolie (Panzerglasfolie, Paperlikefolie, …)
  • Schutzcase mit Gummi- oder Hartplastikrand  (inkl. Deckcover für das Display)
  • Evtl. zusätzlich noch eine Tablet-Tasche oder ein Extraabteil in der Schultasche
Nach eigenem Ermessen kann  eine Versicherung des Gerätes gegen Displaybruch und Diebstahl abgeschlossen werden, falls die eigene Hausratversicherung oder Kinderhaftpflichtversicherung dies nicht mit abdeckt. In unserem Pilotjahrgang kam es bei 22 Tablets zu keinem Display-, Wasser- oder Funktionsschaden mit der oben beschriebenen Ausstattung. 

Es gibt keine besonderen Voraussetzungen für zu Hause. Im Idealfall sollte eine Internetanbindung über ein stabiles WLan vorhanden sein. Ein WLan-Drucker ist eine gute Ergänzung, falls eine Neuanschaffung eines Druckers überlegt wird, aber nicht unbedingt notwendig. Ansonsten sollte ein Arbeitsplatz bzw. Schreibtisch wie normal auch vorhanden sein mit ausreichender Beleuchtung und einer Auflademöglichkeit.



Vorstellung der Arbeit in der diesjährigen Tabletklasse im Rahmen

unseres „Virtuellen Infotages“ für die kommenden 5. Klassen.


Vorstellung der Möglichkeiten des Tableteinsatzes für die letztjährige Tableteinführung.


Vorstellung der Möglichkeiten des Tableteinsatzes für die letztjährige Tableteinführung.


Vorstellung der Möglichkeiten des Tableteinsatzes für die letztjährige Tableteinführung.