Das Projekt „Mini-Weltretter“ zielt darauf ab, unsere Schule sowohl ökologisch als auch ästhetisch zu verbessern. Die Schülerinnen und Schüler dieses Projektes haben an unserer Schule ein grundlegendes Problem erkannt: den Müll. Wie bei vielen Schulen gibt es auch an unserer Schule Raum für Verbesserungen in dieser Hinsicht – eine Idee dazu präsentieren uns die Mini-Weltretter. Sie haben eine Umfrage erstellt, laut der 40 von 43 Schülern und Mitarbeitern der Schule der Meinung sind, dass unsere Schule mehr Mülleimer braucht. Als die ProjektteilnehmerInnen das festgestellt haben, wurden sie aktiv: ein Film, Flyer, Stop-Motion-Animationen, Stickers und – das Spannendste – ein verbesserter Mülleimer-Prototyp wurden entwickelt. – „Wie? Was kann man denn an einem Mülleimer verbessern?“, werden Sie fragen, und die Antwort ist äußerst kreativ. Das Wegwerfen von Müll hat ja nichts Erfreuliches oder Interessantes an sich. Deshalb haben die Schüler mit Hilfe der App „Scratch“ und einem Bewegungssensor ein Programm entwickelt, das den Mülleimer dazu bringt, wie ein Hund zu bellen, wie ein Delfin zu klappern oder wie eine Katze zu miauen. So wird die Nutzung des Mülleimers zu einem Erlebnis und gleichsam belohnt. Diesen Prototyp wollen die Schülerinnen und Schüler weiterentwickeln, um ihn bald in der Schule aufstellen zu können.
Aber wir werfen nicht alles weg; jeder hat sicher Dinge, die er nicht braucht, aber wegwerfen möchte. Nun, dieses Problem löst das „Tauschregal“, und im Raum der Mini-Retter der Welt steht bereits ein Prototyp davon. Es handelt sich um einen Schrank aus Pappe, dessen Regalböden von sehr klein bis groß variieren. Dort könnt ihr Dinge ablegen, die ihr nicht mehr braucht, und euch etwas anderes mitnehmen, wenn es euch gefällt.
Das letzte spannende Konzept: ein Pflanzenflohmarkt direkt in der Schule. Und dieser funktioniert so: Man bringt seine überzähligen Pflanzen von zu Hause mit in die Schule, wo sie in einem der Klassenzimmer einen neuen Platz finden. Leider ist die Idee noch immer nur ein Konzept, doch zum Glück hat sie bereits großen Anklang bei den Schülerinnen und Schülern gefunden, die sie gerne umsetzen möchten.
Text und Fotos: Mariia Samoilenko


