
Das 44. Workshopkonzert des Ratsgymnasiums bot ein wahrhaft buntes Programm bestehend aus Chorbeiträgen, Solo-, Duo- und Ensemble-Auftritten aus unterschiedlichsten Zeiten und Genres, die zu Gehör gebracht wurden von jungen Musikerinnen und Musikern aus den Jahrgängen 4 bis 13. Die Viertklässler waren der Einladung zum gemeinsamen Singen mit dem Unterstufenchor gefolgt und hatten sich seit Anfang Februar unter der Leitung von Meinhard Buchwald auf ihren Auftritt auf der großen Aulabühne vorbereitet. Mit einem Programm aus sechs Liedern, die sich alle um das Thema Gruseln drehten, begeisterte der Chor am Anfang und am Ende des Programms die etwa 150 Zuhörer. Schon zum elften Mal hatte Meinhard Buchwald das Chorprojekt angeboten und in diesem Jahr damit Schülerinnen und Schüler aus zehn Grundschulen so begeistert, dass viele von ihnen weiter an den Proben des Unterstufenchores in den nächsten Wochen teilnehmen wollen. Souverän begrüßten die jungen Sängerinnen und Sänger das Publikum zunächst mit dem Sprechstück „Hexensalat“ und nutzten den Stereo-Effekt aus, indem sie sich im Saal um ihre Zuhörer herumstellten. Auch singend beeindruckten sie anschließend von der Bühne durch sauberen Gesang und Textsicherheit, denn sie hatten alle Stücke auswendig gelernt.
Ruhige Klavierklänge des Stücks „Schwimmen“ von Lenja Feind aus der 5b, die das Schaukeln der Wellen nachempfanden, stellten den Übergang zur Instrumentalmusik des Abends dar. Anschließend ließ ein Querflöten-Duo, bestehend aus Marlene von Lockstädt und Ian Mao (beide 5c), mit einem launigen Boogie die Katzen tanzen. Sie waren ebenso wie die folgende Gruppe und auch Schülerinnen der 10c von ihrem Lehrer Tobias Lempfer sehr gut auf ihren Auftritt vorbereitet worden. Die Querflötengruppe der 6c ließ den Kinofilm „Fluch der Karibik“ lebendig werden. Lina Borger, Magdalena Ibrom, Maya Schilling und Levke Warnholz wurden dabei am Klavier von Magdalenas Vater begleitet. Abwechslung für die Ohren bot der satte Klang von zwei Posaunen (Vito Cramer und Emil Wesemann aus der 6c). Sie spielten zum Playback „Boulevard of Broken Dreams“ der Gruppe Green Day. Rhythmisch interessant war das „Spanische Ständchen“ für Querflöte von Wilhelm Popp, das Teresa Quandt aus der 10c, begleitet von Meinhard Buchwald, vortrug. Ihm folgte mit der „Sonata a-Moll“ von Domenico Scarlatti das älteste Stück des Abends, in dem Kseniia Chernavskykh aus der 10c gekonnt die barocke Verspieltheit am Klavier herausarbeitete. Aus ihrer Klasse hatte sich auch eine Gruppe von Querflöten mit ihrem Lehrer Tobias Lempfer zusammengefunden. Und so stand Teresa Quandt noch einmal auf der Bühne zusammen mit Maya Böttger und Alina Mierau. Zu viert brachten sie gute Laune mit durch den Ragtime „Cantina Band“ von John Williams.
Hiernach wurde es laut, denn eine Rockband baute sich auf der Bühne auf, bestehend aus Matteo Sahlmann und Samuel Ibrom aus der 10c, Luca Klumps aus der 11c und Christina Glaser aus dem 13. Jahrgang, die als Sängerin die Musiklehrerin Sonja Bittner verpflichtet hatten. Mit Eric Claptons „Cocaine“ und Blurs „Song 2“ holten sie den Rock-Sound der 70er und 90er in die Schule. Den Kontrast zu diesem satten Gitarren-Sound und intensiven Gesang bildeten „Vieille Chanson et Valse lente“, die Maya Böttger mit der Querflöte vortrug, begleitet von Meinhard Buchwald am Klavier, durch die sehr ruhigen, schwebenden Töne des Chansons. Im Walzer wurde die Melodie etwas kecker und belebter, was wiederum gut auf Billy Joels „Piano Man“ hinführte, mit dem Rieke Vrielink, sich selbst am Klavier begleitend, begeisterte. Den Abschluss des Konzerts bildete ein Block aus drei Liedern des Chores, bei dem die jungen Sängerinnen und Sänger sich beim letzten Lied sogar trauten auf Englisch zu singen.
Eine kurze Anmerkung zum Schluss: Bilder vom Chor fehlen in diesem Beitrag, weil die Freigabe der Fotos aufgrund der Rechte am eigenen Bild mit den Grundschülern und ihren Eltern noch abgesprochen werden muss.
Text und Fotos: Monika Becker













