Udo, Max und Martin leben in einer vom Matriarchat bestimmten Welt. Sie schwanken zwischen Anpassung, Verunsicherung und Auflehnung. Als Udo Martin eröffnet, dass er seine Familie verlassen und seinen Sohn Victor alleine aufziehen will, kommt es zum solidarischen Männerbündnis: Ausgerechnet im heiligen Wald der göttlichen Urmutter Gaia wollen sie campieren und sich vor den Frauen retten. Für einen Moment kehren sie zurück zu altbewährten Männlichkeitsritualen. Doch dann spürt Udos Partnerin, eine erfolgreiche Geschäftsfrau, sie dort auf. Ob das gut endet? – Anschaulicher als diese Inszenierung kann eine Diskussion um Geschlechterrollen und Identität kaum sein. Dafür sorgte am Abend des 19. Juni die Theater-AG des Ratsgymnasiums mit Schülerinnen und Schülern der zehnten bis dreizehnten Klasse, verstärkt durch den ehemaligen Ratse-Schüler Mel Durdevic und unterstützt durch die AG „Veranstaltungstechnik“. Geschrieben hat das Stück „Völlig von der Rolle“ Schulleiter Manfred Filsinger, der auch Regie führte. Am 20. Juni wird das Stück ein weiteres Mal um 19.30 Uhr in der Aula des Ratsgymnasiums aufgeführt. Der Eintritt ist frei. (hgg)